Taydoo Photoshop Aktionen – wo mir die Aktionen helfen, und was ich von Aktionen erwarte

Ich gestehe: Photoshop und ich waren nie wirklich dicke Freunde. Seit vielen Jahren kämpfe ich mit dem Programm, empfinde es als wahnsinnig statisch und für meine Bedürfnisse zu komplex – was aber an mir liegt, das gebe ich gerne zu. Fakt ist: ich habe es zu selten gebraucht, und wenn ich gewisse Arbeitsabläufe nicht regelmäßig anwende, verdrängt mein Hirn wieder den einen oder anderen Arbeitsschritt. Ich war ein großer Fan von Adobes „Fireworks“, dass es aber seit 2013 nicht mehr gibt. Ich habe dann in die Cloud gewechselt, anfangs mit dem kompletten Bundle, 2015 habe ich auf das „Fotografen“-Bundle heruntergefahren. Somit hatte ich Lightroom – und eben auch Photoshop.

In Lightroom habe ich meine RAW Dateien entwickelt. Über die Jahre habe ich das Programm wirklich lieb gewonnen und konnte zu 90% alles machen, was ich damit machen wollte. Nur im Notfall bin ich in Photoshop gegangen, meist wegen der deutlich besseren Retuschefunktion.

Mehr durch Zufall habe ich dann herausgefunden, dass es für Photoshop unzählige „Aktionen“ zu kaufen gibt, die einem das Arbeiten mit dem Programm erleichtern sollen. „Aktionen“ sind vorgefertigte Presets, die Bilder automatisch bis zu einem gewissen Punkt bearbeiten, ohne dass man auch nur einen Funken Ahnung von Photoshop haben muss. Das klang dann doch sehr verlockend für mich, also habe ich angefangen zu suchen, was es da so alles gibt.

Um es abzukürzen: man findet erst einmal unzählige Angebote bei internationalen Webshops, die alle großartige Ergebnisse versprechen. Mit der einen Aktion kann man seine Bilder in eine Bleistiftzeichnung verwandeln, mit einer anderen Aktion fügt man zu einem Bild lodernde Flammen hinzu, damit der Kern der Fotografie so aussieht, als würde er brennen. Dazu gibt es dann noch so irrwitzige Angebote wie „11.000 Presets for Lightroom and Photoshop – Megabundle“. Mal ehrlich: 11.000 Aktionen und Presets? Wann soll ich die denn alle ausprobieren. Schnell stellte sich Frust ein, und ich habe eingesehen, dass es da auch viel Unfug auf dem Markt gibt.

Bei einem bestimmten Projekt habe ich mich dann aber noch einmal auf die Suche begeben und in einem amerikanischen Onlinestore zwei Aktionen gefunden, die haarfein auf besagtes Projekt gepasst haben. Also habe ich sie gekauft, installiert und… große Ernüchterung: „das geht ja alles nicht . Die Aktionen ließen sich nicht ausführen, also habe ich den Support angemailt und bekam auf Englisch vier Tage später das Feedback: „ja, Du musst Dein Photoshop auf Englisch umschalten, und das Bild muss auch einen bestimmten Namen haben, und… und… und…“. Och nee, so macht das aber keinen Spaß, und ich war auch umgerechnet 39.- Euro ärmer. Aktion „Aktionen“ wieder auf Eis gelegt.

Doch eines Tages hat mir Facebook auf meiner Timeline eine Werbeanzeige geschaltet, die mich neugierig gemacht hat: „Taydoo Photoshop Aktionen“. „Aha“, dachte ich. Eine Firma aus Deutschland? Das schaue ich mir mal näher an.

Um Dich nicht noch länger auf die Folter zu spannen: bei Taydoo habe ich genau das gefunden, was ich wirklich gesucht habe. Damals wanderten als erstes die „Jahreszeiten Aktionen“ in meinen Warenkorb, und schon nach ein paar Testläufen war mir klar: „genau so muss das sein!“. Relativ schnell habe ich mir dann auch gleich noch das Photoshop Panel von Taydoo gekauft. Das ist eine Benutzeroberfläche, die einem die Arbeit mit den Aktionen stark vereinfacht. Man bekommt ein eigenes „Taydoo-Fenster“ mit Mini-Icons innerhalb der Photoshop Oberfläche, die einem schon in der Vorschau zeigen, was die jeweilige Aktion mit dem Bild machen wird.

Ich möchte gar nicht zu sehr auf die technischen Details eingehen, lieber komme ich zu meiner Kernfrage zurück: braucht man Photoshop Aktionen überhaupt, und wie weit helfen sie einem bei der Arbeit?

Die Taydoo Pakete sind klar gegliedert: es gibt immer einen (manchmal auch mehrere, aber eben sinnvolle und nicht willkürlich zusammengestellte) Colorlooks, mit denen man einen guten Ausgangspunkt für die Farbbearbeitung hat. Die Colorlook-Aktionen sind meist sehr umfangreich, und man hat die Möglichkeit jeden einzelnen Layer anzupacken und so lange zu modifizieren, bis es einem selbst gefällt. Dazu gibt es dann immer zum Thema passende „Tools“, mit denen ich dann das Finetuning des Bildes angehe (Schärfe, Kontraste, Retusche und vieles mehr).

Ich kaufe regelmäßig neue Taydoo Pakete und habe bislang nicht einen Kauf davon bereut. In jedem Paket habe ich ein paar Lieblingsaktionen, die ich regelmäßig (und fast ausschließlich) bei meiner Bildretusche benutze.

Noch einmal zur Verdeutlichung: Photoshop Aktionen machen für einen echten Photoshop-Könner wahrscheinlich wenig bis keinen Sinn – das ist mir schon klar. Aber mir als Fotografen, der eben keine Lust hat sich mit dem Programm näher auseinanderzusetzen, verschaffen sie einen völlig neuen Spielrahmen und Zuwachs an kreativem Potential, das ich eben ohne Photoshop Kenntnisse so nie im Leben hätte umsetzen können. Und so macht auch das Adobe Paket aus Lightroom und Photoshop für mich eben wieder Sinn (den ich vorher nicht gesehen habe, weil ich es schlichtweg und ergreifend nie genutzt habe).

Vielleicht noch ein Wort zu meinem eigenen Workflow. Natürlich bearbeite ich nicht jedes Bild in Photoshop. Aus einer Serie sind es meist nur einzelne Aufnahmen, die es mir aber besonders angetan haben, und denen ich auf diesem Weg „etwas Besonderes“ mitgeben möchte. Für meine Bilder möchte ich gar keine krassen Änderungen vornehmen (was mit den Taydoo Paketen ohne große Probleme geht – das zeigen die vielen phantastischen Beispiele in der Taydoo-eigenen Facebook Gruppe immer wieder aufs Neue), oft geht es  mir nur um eine andere Farbstimmung und ggf. der Retusche von störenden Dingen im Bild oder Bildhintergrund.

Hier zeige ich Dir ein konkretes Beispiel:

fotografiert mit einer Fujifilm X-Pro2 und dem 18-135mm Objektiv, entwickelt in diesem Fall in Capture One Pro 10. Bei diesem Bild habe ich den Hintergrund retuschiert, den Himmel mit einem eigenen „Wolkenhimmel“ getauscht, und von Taydoo habe ich den Colorlook „Herbst“ sowie den „Glüheffekt“ verwendet:

(solltest Du das Bild hier nicht sehen, aktualisiere bitte noch einmal diese Seite in Deinem Browser – ich suche nach einer anderen Lösung, das PlugIn hängt leider manchmal).

In diesem speziellen Fall hatte ich mich für den sommerlichen Glanz der Szene entschieden, den ich – wie geschrieben – mit dem Colorlook Herbst erzeugt habe. Ich modifiziere die Looks immer nach meinen eigenen Vorstellungen.

Deshalb würde ich mich sehr freuen, wenn Du Dir – Interesse vorausgesetzt – die Webseite von Taydoo einfach einmal ansehen würdest. Du erreichst Taydoo unter folgendem Link: TAYDOO STORE

Zum Abschluss möchte ich auch noch einmal den „Taydoo Service“ loben: egal welches Problem auftaucht – die Taydoos sind immer für einen da und reagieren meist sofort. Die Preise sind wirklich großartig, und ich habe bislang keinen meiner Käufe bereut. Wenn Du Fragen zu meinem Workflow oder ähnlichem hast, hinterlasse mir einfach einen Kommentar oder schreibe mir per E-Mail.

Vielen Dank fürs Lesen. Bis die Tage!