Von dem Sinn meines Blogs und verschwundenen Katzen

Ich habe lange herumgeeiert, ob ich wirklich einen Blog machen soll oder nicht. Es gibt so viele Fotoblogs, die mich in den letzten Wochen bei Recherchen jeglicher Art nahezu mit Infos erschlagen haben. Aber oft finde ich genau da die Informationen, die ich wirklich suche und auf den Herstellerseiten zum Teil nicht finden kann. Auf diesem Weg möchte ich zum einen das angeeignete Wissen für mich selbst abspeichern, vielleicht hilft es aber ja auch dem einen oder anderen Leser auch bei seiner Meinungsfindung – oder es unterhält Dich nur in diesem Moment ganz einfach.

Früher habe ich solche Sachen über Facebook gemacht. Da habe ich aber (zumindest privat) den Stecker gezogen – meine Timeline war am Schluss nur noch voll mit zu vielen politischen Meinungen oder geteilten Links zu irgendwelchen Beiträgen von Huffington Post, die mich letztendlich nicht interessiert, aber eben viel Zeit gekostet haben. Eine wirkliche Interaktion fand im Grunde nicht mehr statt. Also habe ich am Tag der Bundestagswahl im September mein privates Konto gelöscht. Ich habe es bis heute nicht vermisst, wenn ich ehrlich bin. Übrig geblieben ist ein öffentliches Profil, damit ich mich wenigstens bei Firmen oder Künstlern weiter informieren kann, wenn es etwas Neues gibt, meine Freunde haben meine Telefonnummer oder gehen Abends mit mir ein echte Tasse Kaffee trinken. Deshalb: wenn Du mich kontaktieren möchtest, mach es am besten direkt per E-Mail. Da reagiere ich am schnellsten.

Ich tummle mich noch auf Instagram herum. Hier zählt das Bild, weniger der Text, der darunter steht. Das wird oft verurteilt, aber mir gibt es die nötigen Impulse, die ich mir von Social Media tatsächlich erhoffe. Ich erfreue mich täglich gerne an schönen Bilder aus der ganzen Welt oder von meinen Freunden und Bekannten. Mehr brauche ich nicht.

Fotografie ist wichtig für mich. Um nicht zu sagen „sehr wichtig“. Ich kann für mich mit einer Kamera Momente einfrieren. So erinnere ich mich visuell immer wieder an schöne Momente, an traurige Momente, an aufregende Momente, an stille Momente.

Das ist mir just am heutigen Tag schmerzhaft bewusst geworden. Meine geliebte Katze „Anton“ ist spurlos vom Erdboden verschwunden. Ich weiß nicht, ob er sich einfach verlaufen hat (davon gehe ich nach 10 Jahren einfach mal nicht aus, er litt auch nicht an „Katzendemenz“). Was passiert ist, werde ich wohl nie erfahren.

Anton im Sommer 2016, fotografiert mit einer Nikon F 100, Kodak Portra 400

Jetzt sitze ich seit Stunden vor meinem Rechner und schaue mir alle Bilder an, die ich von ihm die letzten Jahre gemacht habe. Auch wenn sie ihn mir nicht zurückbringen, aber sie zaubern mir ein Lächeln auf mein Gesicht.

Ein schwerer und für Dich als Leser vielleicht zu persönlicher Einstieg für diesen Blog? Aber es hilft mir gerade – just in diesem Moment – mit dem Schmerz besser umgehen zu können.

Du fehlst mir, Anton! Bei jedem Gang durchs Haus schaue ich zur Tür und zum Terrassenfenster, ob Du vielleicht doch wieder davor stehst. Ich werde auch weiterhin Abends vor der Türe mit dem Whiskas Tütchen rascheln und hoffen, dass Du „purrend“ antwortend aus der Hecke gesprungen kommst.

Vielen Dank fürs Lesen. Bis die Tage!

ANDY

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